GGP-2025-04-24
1918
Zusammenbruch Deutschlands
Eine letzte große Offensive durch Ausfall von Russland, große Erfolge, dann Zusammenbruch wegen Erschöpfung. Krieg war sicher verloren, Kaiser trat zurück, Streiks und Unruhen
11.November bei Compiègne in Eisenbahnwaggon Waffenstillstand unterzeichnet
Dolchstoßlegende: Behauptung dass Deutschland erfolgreich war und Marxisten und Sozialisten wären an der Niederlage schuld.
In Österreich Sommeroffensive nach Süden gescheitert, 26. September erste Sitzung Nationalrat Tschechoslowakei, 28 Oktober Ausruf, 6. Oktober Nationalrat Jugoslawien, 16 Oktober Proklamation des Kaisers über Schaffung eines Bundesstaates
An der Südfront am 26 Oktober Offensive von Italien, Waffenstillstand 3. November, 350 000 Kriegsgefangene
Friedensverträge
27 Staaten
Präsident Wilson hat 14 Punkte, gab aber frühere Vereinbarungen -> USA zieht sich aus Europa zurück
Verlierer waren nicht anwesend, Verhandlung hinter verschlossenen Türen, Verlierer konnten nicht ablehnen, sonst Fortsetzung des Krieges, daher Unterschrift unter Protest
Unterzeichnung im Spiegelsaal Versailles, Frankreich stark dahinter, für Deutschland demütigend, Vergeltung
Deutschland: verliert 13% der Fläche aber 75% Eisenerz und 26% Steinkohle, Posen (Westpreußen), Oberschlesien, Danzig, polnischer Korridor, Elsass-Lothringen
Rheinzone ohne Militär, Heer nur 100 000 Mann, keine schweren Waffen
alle Kriegskosten zahlen, in Sachgütern
Östereich: Kriegsschuld, Rechtsnachfolger, Gebietsverluste Südtirol, Sudetengebiete, Gebiete im Süden an Jugoslawien, dafür erhalt von Burgenland ("Westungarn")
Berufsheervon 30 000, keine schweren Waffen
12.November Republik Deutschösterreich, Anschluss an Deutschland geplant aber verboten
Zwischenkriegszeit
Parteien:
- Die Sozialdemokratische Arberteipartei (SDAP): heute SPÖ, Erst Führend, Links, gemäßigt
- Die Christlichsoziale Partei: heutige ÖVP, Kirche, Landwirtschaft
- Die Großdeutsche Volkspartei: Zusammenschluss von deutschnationalen, Beamte, Studenten, keine Monarchie,
- Der Landbund: evangelische Bauern
Wahlen 1919 erstmals Frauenwahlrecht, Sozialdemokraten Koalition mit Christilichsozialen (Große Koalition), Maßnahmen:
- Beschränkung der Arbeit auf 8 Stunden / Tag
- Sonn und Feiertage
- Mieterschutz
- Nachtarbeitsverbot für Frauen und Jugendliche
- Betriebsräte
- Arbeiterkammern
Nach Wahlen 1920 lehnten Sozialdemokraten Regierung ab und blieben bis 1934 in Oppostion, Stattdessen Christilichsoziale und Deutschnationale
1921 Ignaz Seipel Obmann von CS und 1922 Bundeskanzler
Wirtschaftliche Probleme
Warenexport sank währen von 1920 bis 1937, Löhne waren niedrig, ab 1921 starke Inflation, Dezember Hungerdemonstrationen und Plünderung, Kredit durch Völkerbund aber Sanierungsprogramm (Genfer Protokoll), Inflation gestoppt
Gründung der Nationalbank 1.1.1925, neue Währung: Schilling und Groschen, viel Geld verloren
Rotes Wien
Sozialdemokraten blieben weiter in Wien
- sozialer Wohnbau: 65000 Wohnungen, grüne Innenhöfe, Wasser, Strom und Gas, Toiletten, z.B. Karl-Marx-Hof
- ausgedehntes Sozialnetz
- Mutterberatungsstellen
- schulärztlicher Dienst
- Ferienheime, Spielplätze
Wehrverbände
1923 Schutzbund von SDAP als Schutz von Arbeiterschaft und Partei, erste von Paramilitärischen Einheiten, Waffenübungen und Aufmärsche, Militär war Nach Krieg limitiert, Schutzbund nach Ausschaltung des Parlaments verboten, gegenüber stand die Heimwehr von den Christlichsozialen, finanziert von Industrie und Italien.
1930 Ablehnung der Demokratie mit Korneuburger Eid
1932 Heimwehren Koalitionspartner
1936 von Schuschnigg aufgelöst
am 30. Jänner 1927 Schutzbündler von Frontkämpfern aus eine Gasthaus beschossen, zwei Zivilisten (Kriegsinvalide, Kind) starben, am 5. Juli begann Prozess, am 14. Juli freigesprochen
daraufhin Protest von Arbeitern, Inbrandsetzung vom Justizpalast, Polizei schoss, fast 90 Tot und über 1000 Verletzte
Engelbert Dollfuß
christilichsozial, 1932 Bundeskanzler
4.März 1933 Debatten im Parlament wegen Gültigkeit eines Stimmzettels, alle Präsidenten treten zurück um abzustimmen (formale Arbeitsunfähigkeit), Dollfuß erklärt kriegswirtschaftliches Ermächtigungsgesetz und regiert ohne Parlament
Einige Merkmale wurden vom faschistischen Italien übernommen
- kein Parlament
- kein Verfassungsgerichtshof
- Einschränkung Presse und Meinungsfreiheit
- Streikverbot
- Verbot von Schutzbund, Kommunistischer Partei, Nazis
- Todesstrafe
- "Anhaltelager" für politische Gegner
Anschluss
30.Jänner 1933: Hitler wird zum Reichskanzler ernannt
25.Juli 1934: SS verkleidet sich als Österreichische Soldaten und versucht einen Putsch, scheiter aber Dollfuß stirbt, Aufstände der NSDAP in Österreich bis 30. Juli
12.Februar 1938: Berchtesgadener Abkommen, Österreich wird zum deutschen Satellitenstaat
11./12. März 1938: Präsident Wilhelm Miklas ernennt Nationalsozialisten Arthur Seyß-Inquart zum Bundeskanzler, Deutsche Truppen überschreiten die Grenze
13.März 1938: Schuschnigg kündigt Volksbefragung an
10.April 1938: Volksabstimmung, Propagandawelle, Österreich stimmt für Anschluss