Scrum
Testfragen Change Management und Roll Out
Wie lautet die Veränderungsformel im Change Management?
Was versteht man unter der J-Curve?
Wenn die Veränderung in Kraft tritt ist meist erst ein Leistungsverlust zu beobachten bevor die Leistung steigt -> Leistungskurve hat Form eines J
GRAFIK
Welche 7 Phasen (nach Streich) werden bei einer Veränderung durchlaufen (Grafik/Erläuterungen)?
GRAFIK
| Phase | Beschreibung |
|---|---|
| Schock | Aufeinandertreffen von Realität und Erwartunge |
| Ablehnung | Veränderung wird abgelehnt aus eigener Kompetenz |
| Rationale Einsicht | Notwendigkeit der Veränderung wird sichtbar, Unsicherheit entsteht |
| Emotionale Akzeptanz | Veränderung wird angenommen, das Gewohnte verdrängt |
| Lernen | Neues Verhalten wird ausprobiert |
| Erkenntnis | Zusammenhänge zwischen neuen Verhalten und Erfolg/Misserfolg werden erkannt |
| Integration | Veränderung wird im eigenen Verhalten integriert |
Welche Mitarbeitereinstellungen (Matrix) zu Veränderungsprozessen sind zu beobachten?
GRAFIK
Welche IT Roll Out Strategien (incl. VT/NT) gibt es?
- Big Bang
- Big Bang - vollständige Ablösung des vorherigen Systems zu einen Stichtag
- VT: Theoretisch optimal, keine Schnittstellenproblematik, keine Inkonsistenz, keiner Doppelarbeiten, Integriertes System nach Systemstart verfügbar
- NT: Extrem hohes Risiko, hohe Anforderungen an PM, umfangreiche Tests und Rückfallstrategien, Maximale Ressourcenbelastung
- lokaler Big Bang - dezentral organisiertes Unternehmen entwickelt zuerst ein Mastersystem welches dann sukzessiv ausgerollt wird
- VT: geringeres Risiko als bei Big Bang, Erfahrung kann von Pilotprojekten genutzt werden, Ressourceneinsatz zeitlich verteilt, Mastersystem ist gute Ausgangsbasis
- NT: dezentrale Organisation erforderlich, umfangreiche Koordination, Integriertes System erst nach Abschluss des Roll Outs, Verdichtungen für zentrale Auswertung nötig, hohe MA-Mobilität (Roll-Out Teams)
- Big Bang - vollständige Ablösung des vorherigen Systems zu einen Stichtag
- Sukzessiv
- funktionsorientiert - das vorherige System wird Funktions- oder Abteilungsweise ersetzt
- VT: geringes Risiko, überschaubare Einzelprojekte, Ressourceneinsatz zeitlich verteilt, kontinuierliche Belastung der MA, Erfahrung der Teilprojekte kann genutzt werden
- NT: Aufwand für temporäre Schnittstellen, Manueller Aufwand wo keine Schnittstellen sind, Doppelarbeiten, Inkonsistenz, System erst nach Übergangsphase integriert
- prozessorientiert - System wird pro Prozesskette(n) ersetzt
- VT: Geringes Projektrisiko, unkritische Prozesse können zuerst umgestellt werden, geringer aufwand für Schnittstellen
- NT: Aufwand für temporäre Schnittstellen, Manueller Aufwand wo keine Schnittstellen sind, Doppelarbeiten, Inkonsistenz, System erst nach Übergangsphase integriert, Redundanzen in der Stammdatenhaltung
- funktionsorientiert - das vorherige System wird Funktions- oder Abteilungsweise ersetzt
Welche CM-Maßnahmen für Kommunikation und Monitoring stehen zur Verfügung?
- Onlineumfragen
- Interviews Fokusgruppen
- Auswertung CBT
- Auswertung Ticketsystem
- etc.
Theorie
Grundzüge Agiles PM (Vorgehen, Werte, Prinzipien)
- klassisch: gesamter Projektlebenszyklus wird versucht vorherzusehen; Agil: geht davon aus das der Projektlebenszyklus nicht ausreichend vorhersehbar ist
- Planung erfolgt immer iterativ
- Werte:
- Individuen und Interaktionen
- funktionierende Software
- Zusammenarbeit mit dem Kunden
- Reagieren auf Veränderung
- Prinzipien:
- höchste Priorität ist den Kunden durch frühe und kontinuirliche Auslieferung wertvoller Software zufrieden zu stellen
- Lieferung funktionierender Software regelmäßig innerhalb weniger Wochen oder Monate (kürzer ist besser)
- Anforderungsänderungen selbst spät in der Entwicklung willkommen -> Veränderung zum Wettbewerbsvorteil des Kunden
- Fachexperten und Entwickler müssen täglich zusammenarbeiten
- Projekte rund um motivierende Individuen bilden, Umfeld und Unterstützung geben die sie benötigen, darauf vertrauen das die Aufgaben erledigt werden
- effizienteste Methode der Übertragung von Information innerhalb der Developer ist Face to Face
- Funktionierende Software ist das wichtigste Fortschrittsmaß
- Auftraggeber Entwickler und Benutzer sollten ein gleichmäßiges Tempo halten können
- Einfachheit
- ständiges Augenmerk auf technische Exzellenz und gutes Design
- selbstorganisierte Teams
- in regelmäßigen Abständen reflektiert das Team
Scrum (Rollen, Aktivitäten, Artefakte)
Rollen
- Scrum Master
- Verständnis aller Beteiligten von Scrum
- kümmert sich um die Ordnungsgemäße Durchführung von Scrum
- beseitig Hindernisse für das Team
- Leitet die Veränderungen beim Entwickeln
- muss gute Scrum und Coaching Kompetenzen haben
- Product Owner
- Managed den Product Backlog
- maximiert den Produktwert
- erstellt den Backlog
- priorisiert die Einträge des Backlogs
- sollte gutes Produkt und Kundenverständnis haben
- Team
- Implementiert die verschiedenen Produktinkrements
- Selbst organisiert
- legt fest wie der backlog umgesetzt wird
- muss interdisziplinäre Experten zusammenstellen
Aktivitäten
- Sprint
- fester Zeitraum in den Anforderungen implementiert werden
- beginnt mit Planung, dann Umsetzung, dann Überprüfung der Umsetzung und zuletzt die Optimierung der Abläufe
- Teamzusammensetzung und Sprintdauer ist konstant (z.b: 30 Tage)
- für jeden Sprint ein Sprintziel und passende Userstories aus dem Backlog
- Sprint Planning
- Zwei Fragen sollen beantwortet werden:
- Was ist das Ziel des Sprints und welche User Stories sollen umgesetzt werden?
- Wie erfolgt die Umsetzung?
- 2(3) aufeinanderfolgende meetings
- (Estimation Meeting)
- Team, Scrum Master, Product Owner, Kunde
- schätzen US
- Sprint Planning 1
- Team, Scrum Master, Product Owner, Kunde
- PO und Team setzen Ziel und Inhalt des nächsten Sprints
- Team sagt Menge der umzusetzen US zu
- Sprint Planning 2
- Team, Scrum Master
- Erarbeitung Architektur/Design
- US werden in Tasks heruntergebrochen
- (Estimation Meeting)
- Voraussetzung ist existierender Product Backlog (PB)
- US aus den PB werden im Estimation Meeting oder im Sprint Planning 1 geschätzt
- Ziele sollten nach SMART definiert werden
- Specific
- measurable
- achievable
- realistic
- time-bound
- Aus Vergangenheit ist bekannt wie viele Story Points umgesetzt werden können -> Velocity
- mithilfe Velocity kann man Anforderungen bestimmen, dabei ist zu berücksichtigen:
- Priorität der US
- Story Points der US
- inhaltlicher Zusammenhang der US
- Zwei Fragen sollen beantwortet werden:
- Daily Scrum
- zentrales Instrument für
- Statuserfassung und -analyse
- Identifikation von Hindernissen
- Synchronisation der Aufgaben im Team
- Einleitung von Steuerungsmaßnahmen
- Planung der nächsten 24h
- täglich zur gleichen Zeit
- findet am Taskboard statt
- Team und Scrum Master nehmen teil
- Fragen zu beantworten
- Was wurde seit dem letzten Daily Scrum erreicht?
- Was soll bis zum nächsten Daily Scrum erreicht werden?
- Welche Hindernisse gibt es?
- Welche Unterstützung wird benötigt, um schneller/besser zu werden?
- zentrales Instrument für
- Sprint Review
- neues Produktinkrement wird erstellt
- altes wird überprüft
- PB wird aktualisiert
- wenn PO mit Produktinkrement zufrieden ist das Scrum Projekt fertig
- Sprint Retrospektive
- teaminterne Zusammenarbeit und Schnittstellen zu anderen Bereichen des Unternehmens werden analysiert
- Lessons Learned
- Brainstorming positive und negative Aspekte des zurückliegenden Sprints
Artefakte
- Product Backlog
- wird während des Projektes aktualisiert
- enthält die US und Epics
- Userstory INVEST
- independent
- negotiable
- valuable
- estimable
- small
- testable
- US werden priorisiert durch Reihung, Punkte und Klassifizierung
- Sprint Backlog
- US werden aus dem PB genommen für einen Sprint
- Us werden in Tasks aufgeteilt
- Sprint Backlog ist die Sammlung aller Tasks eines Sprints
- Taskboard
- Abbildung aller Tasks
- wird bei jedem Daily Scrum genutzt
- aufgeteilt in einzelne Fortschritsschritte
- kann in einem Burndown Chart überführt werden
- vergleicht tatsächlich abgeschlossene Arbeit mit den geplanten Verlauf (meist linear)
- Produktinkrement
- Teilergebnis eines Sprints
- vorzeigbar
- dient um Feedback zu ermöglichen, Epics uns Us zu definieren
- (Releaseplan)
- Übersicht für welche US in welchen Sprints umgesetzt werden sollen
- gibt groben einblick wie viele Sprints es dauert
- (Impediment Backlog)
- alle Hindernisse werden notiert
- Beseitigung der Hindernisse wird ebenfalls dokumentiert