Softwarelizenzen

Eine Softwarelizenz ist eine rechtliche Vereinbarung zwischen Urheberrechtsinhaber und Benutzer einer Software. Ziel ist der Schutz der Rechte und geistigen Eigentums.
Inhalte:

  • Bedingungen für Nutzung
  • Einschränkung für Modifikation und Weitergabe
  • Verantwortlichkeiten und Haftungsbeschränkungen im Fall von Schäden
  • Dauer der Lizenz
  • Vereinbarungen zu Wartung und Support

Arten:

  • Proprietär: Nutzung gegen Gebühr und nur für einen Zweck, Kontrolle durch Urheber und kein Quellcode
  • Frei: Kostenlose Nutzung, Verbreitung und Modifikation, Quellcode sichtbar aber Einschränkungen bei Weitergabe von abgeleiteten Werken
  • Open-Source: Kostenlose Nutzung, Verbreitung und Modifikation, Quellcode offen und ohne Einschränkungen

Proprietäre Lizenzierungsmodelle:

  • Perpetual License: unbefristet und dauerhaft, dafür oft limitierte Wartung oder Updates
  • Subscription License: zeitlich befristet
  • Single/Multi User, Site License an einem Standort
  • Floating License: bestimmte Anzahl parallel bereit, benötigt Lizenzserver
  • OEM License: wird von Hardwarehersteller vorinstalliert und kann Einschränkungen zu Weitergabe oder Einsatz auf anderen Geräten haben

Freiheiten der FSF:

  • Die Freiheit, das Programm auszuführen, wie man möchte (0)
  • Die Funktionsweise des Programms untersuchen und nach eigenen Bedürfnissen anzupassen (1)
  • Das Programm weiter zu verteilen und anderen damit zu helfen (2)
  • Das Programm zu verbessern und der Öffentlichkeit freizugeben, damit die gesamte Gesellschaft davon profitiert (3)

Lizenzmanagement ist die Verwaltung und Kontrolle der eingesetzten Software und Lizenzen in einer Organisation, effektive und rechts-konforme Nutzung

FOSS: Free and Open Source Software, viel frei Software (Libraries) verwenden eine FOSS-Lizenz
Copyright: traditionelles Konzept des Urheberrechts, Urheber hat die Kontrolle über Verwendung, Verbreitung und Modifikation, ohne Erlaubnis nichts davon, Fokus auf Rechte des Urhebers
Copyleft: Modifikationen erlaubt, modifizierte oder abgeleitete Software muss aber unter der gleichen Lizenz stehen, Fokus auf Zusammenarbeit und freie Nutzung der Software

Ausgewählte Lizenzen:

  • GPLv3: volles Copyleft, wurde verwendet um Bedrohungen für Free Software zu bekämpfen: Tivoization (Hardware lässt keine Softwareänderungen zu), DRM breaker ist illegal, Microsoft hat versucht für Nutzung von Free Software Prämien zu verlangen; Ganze Lizenz einfügen, in jeder Datei einen Header, keine Garantie, man muss Quellcode offenlegen, Lizenz weitergeben, Copyrighthinweise, Änderungen kennzeichnen, Installationsinformationen
  • MIT: Für X11 gemacht, unkompliziert, maximale Freiheit, freie Verwendung, Weitergabe, Modifikation, Verkauf, Einbindung, man muss Copyright Hinweis, Lizenztext und Autor behalten, keine Garantie, kein viraler Effekt, Software kann in Closed-Source verschwinden
  • Apache: Nutzung und Einbindung frei, Lizenz und Notice muss mitgegeben werden, alle Änderungen klarmachen, kein viraler Effekt, keine Garantie, Schutz bei Patenten
  • BSD: freie Nutzung, Veränderung und Weitergabe, kein Viraler Effekt, keine Garantie, keine Offenlegung des Quellcodes
  • Mozilla: auch oft als File-Level-Copyright bezeichnet, wenn man Dateien ändert muss man sie freigeben, MPL Dateien können aber auch mit proprietärem Code kombiniert liegt, solange separate Dateien, muss zugänglich sein, sonst kein Virale Effekt, keine Garantie, Schutz bei Patenten

ESCROW-Regelung: Quellcode wird bei ESCROW-Agent hinterlegt und Zugriff ist nur in klar definierten Fällen möglich