SYP-2025-11-19

Systemauswahl

Verbaler Vergleich

Einfach, Schnell, nicht ausreichend

  • genauer Vergleich nicht möglich
  • großer Spielraum
  • Entscheidungsfindung schwer

Nur wenn:

  • geht nicht anders
  • eine Lösung klar besser ist
  • einfache Problemstellung
  • wenige Lösungen

Mindestansprüche

Definieren, können verwendet werden um Lösungen am Anfang zu filtern

Paarweise Vergleich

Listet alle Eigenschaften auf und Vergleich jedes mit jedem (in Paaren) und schaut dann bei wie vielen Eigenschaften sie besser/unentschieden/schlechter sind, macht eine Tabelle und Vergleicht

Scoring-Methode (Punktwertemethode)

Jede Eigenschaft bekommt eine Gewichtung in % und wird dann auf einer einheitlichen Skala bewertet. Dann werden die einzelnen Bewertungen gewichtet zusammengezählt und das ist die Bewertung für diese Möglichkeit
oder Schritte:

  1. Mindestanforderungen
  2. Bewertungsskala (5 bis 7 Stufen)
  3. Zuordnen von Gewichten
  4. Ausrechnen

Systemauswahlkriterien

kurzfristig mittelfristig
Produkt funktionale, technische, QS-Kriterien/Normen, Kosten, Know-how weiterentwicklung, flexibilität Architektur, Zertifizierung, Preis/Lizenz
Anbieter Marktstellung/Größe, Support, Branchenerfahrung, Referenzinstallationen Wirtschaftlicher Ausblick

Marktüberblick - Auswahlebenen

Markt:

  • Marktüberblick: Alle, 1000
  • Watchlist: Relevante, 62
  • Longlist: Relevante, 50

Kunde:

  • Bewertung: Shortlist, werden bewertet, 5
  • Auswahl: Pitchlist, stellen sich vor, 3
  • Test: POC, werden tiefgehend getestet, 2
  • Entscheidung: Systementscheidung, Beschaffung wird begonnen, 1

Angebot

  • Preisarten:
    • Einheit: Leistung lässt sich relativ genau bestimmen
    • Pauschal: Preis für Gesamt oder Teilleistung, nur wenn Ware bekannt und Fix
    • Regiepreis: Preis pro Einheit oder Stunden, wenn die Anzahl unbekannt ist
    • Festpreis: alle oberen können zusätzlich Fest sein wenn keine große Unsicherheit
  • Zuschlagsarten:
    • Billigstbieter: niedrigster Preis, nur wenn Qualitätsstandard klar
    • Bestbieter: am besten Geeignested Angebot
  • Sicherstellungen:
    • Vadium: Sicherstellung gegen Rücktritt des Bieters
    • Kaution: dass nicht bestimmte Vertragspflichten verletzt werden
    • Deckungsrücklass: Sicherung gegen Überzahlung
    • Haftungsrücklass: dass der Bieter die Gewährleistungspflichten erfüllt
  • Eröffnung: Ort, Zeit, öffentlich?
  • Form: Papier/Elektronisch
  • Fristen:
    • Antragsfrist
    • Angebotsfrist: von Veröffentlichung bis letztes mögliches Angebot
    • Zuschlagsfrist: nach Angebotsfrist, beim (nicht) offenen keine Änderung möglich, kein Rücktritt
    • Stillhaltefrist: Zwei Wochen vor Zuschlag allen anderen abzusagen

Vergabeverfahren

  • Offenes Verfahren: öffentliche Ausschreibung, jeder Interessierte kann Angebot abgeben
  • Nicht-offenes: besteht aus öffentliche Erkundung und Einladung von mindestens fünf fähigen und zuverlässigen Unternehmen zur Angebotslegung
  • Verhandlungsverfahren: nach Bewerbersuche werden mind. 3 nach Angebot gefragt. Auf dieser Basis wird dann verhandelt, Anforderungen und Angebote können sich noch ändern. Informationsgleichheit benötigt. Ohne öffentliche Bekanntmachung nur schwer zu kriegen, mit Bekanntmachung wenn bei Offenen Verfahren keine geeigneten Angebote kommen.
  • Wettbewerb: öffentlicher Ideen- oder Planungswettbewerb. Unabhängige Fachjury entscheidet. Gewinner kriegt Preisgeld und Auftrag.
  • Direktvergabe: nur wenn der Aufwand für Verfahren zu hoch wäre
  • Elektronische Auktion: Angebote kommen iterativ elektronisch, es ist festgelegt was sich ändern darf. Nur als einfache elektronische Auktion
  • Rahmenvereinbarung: Vereinbarung ohne Abnahmepflicht zwichen Auftraggeber und Unterneher, Bedingungen festlegen soll, nur im Unterschwellenbereich

Auswahl:

  • IT Hardware: offen oder nicht offen
  • IT Software: Verhandlung möglich
  • Standardbeschaffung: Auktion oder Rahmenvereinbarung möglich